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Vitalstoffe

Aminosäuren in Speise- und Vitalpilzen

Wie bereits an anderer Stelle in diesem Blog erwähnt, sind Speisepilze und Vitalpilze reich an pflanzlichen Proteinen bzw. Aminosäuren.

Proteinogene und Nicht-proteinogene Aminosäuren

Betrachtet man den Begriff Aminosäure genauer, so muss hier zum einen zwischen proteinogenen und nicht-proteinogenen Aminosäuren unterschieden werden. Die sogenannten proteinogenen Aminosäuren werden in Proteine (=Eiweiß) eingebaut.

Bisher sind 20 dieser proteinogenen Aminosäuren bekannt. Es handelt sich hierbei um:

  • Glycin
  • Alanin
  • Valin
  • Leucin
  • Isoleucin
  • Prolin
  • Serin
  • Threonin
  • Cystein
  • Methionin
  • Phenlyalanin
  • Tyrosin
  • Tryptophan
  • Asparaginsäure
  • Glutaminsäure
  • Asparagin
  • Glutamin
  • Lysin
  • Arginin
  • Histidin

Daneben gibt es eine Reihe weiterer Aminosäuren, welche als nicht-proteinogene Aminosäuren bezeichnet werden. Von diesen Aminosäuren sind mehr als 250 bekannt, von denen die meisten in Pflanzen und Pilzen entdeckt wurden. Diese Art von Aminosäuren werden nicht in Proteine eingebaut, sondern übernehmen anderweitige Aufgaben im Organismus. Zu jenen Aminosäuren zählt z.B. die Gamma-Aminobuttersäure (=GABA), welche als Neurotransmitter (=Botenstoff) im zentralen Nervensystem fungiert.

Einteilung proteinogener Aminosäuren

Proteinogene Aminosäuren, welche Bestandteil vieler Speisepilze und Vitalpilze sind, werden nach ernährungsphysiologischen Gesichtspunkten unterteilt. Es wird unterschieden zwischen essentiellen (unentbehrlichen), bedingt essentiellen (semiessentiell, unter gewissen Umständen unentbehrlich) und nicht essentiellen (entbehrlichen) Aminosäuren.

Essentielle Aminosäuren können vom Körper nicht selbst hergestellt werden, sondern müssen über die Nahrung zugeführt werden. Zu den klassischen 8 essentiellen Aminosäuren zählen Threonin, Lysin, Valin, Leucin, Isoleucin, Phenylalanin, Tryptophan und Methionin. Seit kurzer Zeit wird auch Histidin als essentiell eingestuft.

Täglicher Bedarf an essentiellen Aminosäuren in mg/kg Körpergewicht (WHO)

Aminosäuren

Säuglinge und Kleinkinder

Schulkinder

Erwachsene

Isoleucin

111

28

10

Leucin

153

49

13

Lysin

96

59

9

Methionin und Cystein

50

27

14

Phenylalanin und Tyrosin

90

27

14

Threonin

66

34

6

Tryptophan

19

4

3

Valin

95

33

13

Histidin

28

(20)

(8-12)

Gesamtbedarf ohne Histidin

680

261

82

Anteil der essentiellen Aminosäuren am Proteinbedarf (%)

43

37

19

Quelle: Ernährungsmedizin, K. Biesalski, C. Bischoff, C. Puchstein, 2010

*Anmerkung: Cystein kann in  Methionin umgewandelt werden. Gleiches gilt für Tyrosin und Phenylalanin.

Die meisten Speisepilze und Vitalpilze liefern alle lebensnotwendigen, essentiellen Aminosäuren.

Essentielle Aminosäuren in Speisepilzen und Vitalpilzen pro 100 g:

Steinpilze getrocknet:                       17148 mg

Champignons getrocknet:             14178 mg

Pfifferling getrocknet:                       9075 mg

Butterpilz getrocknet:                       8144 mg

Morchel getrocknet:                           6773 mg

Birkenpilz getrocknet:                      5227 mg

Shiitake getrocknet:                            3407 mg

Eine Vielzahl dieser hochwertigen Speisepilze und Vitalpilze in Bio-Qualität sind in unter www.vitalpilze-naturheilkraft.de erhältlich.

Bedingt essentielle Aminosäuren müssen nicht zwingender Weise über die Nahrung aufgenommen werden. Sie können im Körper aus anderen Aminosäuren oder komplexen stickstoffhaltigen Stoffwechselprodukten hergestellt werden. Zu den bedingt essentiellen Aminosäuren zählen Arginin, Serin, Tyrosin und Cystein.

Voraussetzung für eine ausreichende Synthese dieser Aminosäuren ist allerdings, dass genügend Vorläufersubstanzen vorhanden sind. Bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Leberzirrhose, Phenylketonurie, Blutvergiftung) oder proteinfreier Kost, kann es passieren, dass diese Aminosäuren nicht mehr in ausreichendem Maße vom Körper synthetisiert werden. Eine Zufuhr dieser Aminosäuren über die Nahrung wird dann unverzichtbar.

Nicht essentielle Aminosäuren werden im Metabolismus (=Stoffwechsel) des Menschen gebildet. Zu den nicht essentiellen Aminosäuren gehören Alanin, Glycin, Asparaginsäure, Asparagin, Glutaminsäure, Glutamin und Prolin.

Lesen Sie demnächst, welche speziellen Aufgaben die essentiellen Aminosäuren Threonin und Tryptophan besitzen.

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