htt

Vitalstoffe

Pilze und Vitamin K

Pilze sind nicht nur wichtige Lieferanten für pflanzliches Eiweiß, Vitamin D und die verschiedenen B-Vitamine. Im Durchschnitt liefern 100 g Pilze etwa 194 µg Vitamin K.

Was ist Vitamin K?

Vitamin K gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wurde 1929 vom dänischen Forscher Henrik Dam entdeckt. In der Natur unterscheidet man zwischen Vitamin K1 (=Phyllochinon), welches in Pflanzen vorkommt, und Vitamin K2 (=Menachinon), das von Bakterien der Darmflora hergestellt wird. Daneben gibt es synthetische Formen wie Menadion und Menadiol, die unter dem Begriff Vitamin K3 zusammengefasst werden.

Funktionen von Vitamin K

Biochemisch gesehen fungiert Vitamin K als Cofaktor des Enzyms Gamma-Glutamyl-carboxylase. Dieses Enzym katalysiert die Carboxylierung (Einführung einer Carboxygruppe –COOH in eine organische Verbindung) der Aminosäure Glutaminsäure, welche Bestandteil spezifischer Proteine ist. Die Glutaminsäure wird dabei in Gamma-Carboxyglutamat umgewandelt. Bedeutung haben derartige Carboxylierungs-Reaktionen insbesondere bei der Blutgerinnung und im Knochenstoffwechsel.

  • Blutgerinnung (Koagulation)

Vitamin K ist an der Umwandlung der Gerinnungsproteine (Faktoren II, VII, IX, X, Protein C, Protein S) in ihre gerinnungswirksamen Formen beteiligt. Gerinnungsfaktoren haben bedeutende Funktionen beim Ablauf der Blutgerinnung. Die inaktiven Vorstufen der Gerinnungsfaktoren werden in der Leber gebildet. Die Aktivierung der Gerinnungsfaktoren erfolgt mit Hilfe des Enzyms Gamma-Glutamylcarboxylase. Bei  dieser Reaktion ist Vitamin K als Cofaktor (für die Funktion von Enzymen essentiell) beteiligt. Die aktiven Gerinnungsfaktoren II, VI, IX und X sowie Protein C und Protein S werden ins Blut sezerniert und können dort an Phospholipidmembranen gebunden werden.

  • Knochenstoffwechsel

Vitamin K ist an der Bildung von Osteocalcin beteiligt (Carboxylierung). Osteocalcin ist ein Knochenprotein und macht ca. 2 % des Gesamtproteingehaltes des Knochens aus. Die Aufgaben von Osteocalcin sind noch nicht alle bekannt. Vermutlich ist Osteocalcin für die Knochenmineralisierung von Bedeutung.

Neuere Studien deuten darauf hin, dass Vitamin K außerdem an der Regulation des Zellwachstums beteiligt ist. Spekuliert wird zudem, dass Vitamin K vor Gefäßverkalkung schützt.

Vorkommen von Vitamin K in Pilzen

Vitamin K1 (Phyllochinon) kommt in den Chloroplasten von grünen Pflanzen vor und ist hier Bestandteil des Photosyntheseapparates. Vitamin K2 (Menachinon) wird von grampositiven Bakterien wie z.B. E. coli produziert. Beide Vitamin K Varianten werden von tierischen Organismen aufgenommen, so dass dieses fettlösliche Vitamin nicht nur in pflanzlichen, sondern auch in tierischen Nahrungsmitteln vorzufinden ist.

Besonders gute Quellen für Vitamin K ist grünes Gemüse und hier insbesondere grüne Kohlsorten wie z.B. Rosenkohl und Brokkoli. Weitere pflanzliche Lieferanten für Vitamin K sind u.a. Spinat, Mangold, Brunnenkresse, Zwiebeln und Salat. Getrocknete Pilze wie Champignons, Pfifferlinge oder Steinpilze enthalten ebenfalls Vitamin K. Tierische Vitamin K Quellen sind vor allem Milch und Milchprodukte, Fleisch und Eier.

Durchschnittlicher Vitamin K Gehalt ausgewählter getrockneter Pilze:

Pilze Vitamin K in µg/100 g
Champignon 194
Rotkappe 173
Pfifferling 156
Butterpilz 155
Morchel 132
Hallimasch 120
Steinpilz 113
Birkenpilz 112
Shiitake 84
Trüffel 43

 

Eine Vielzahl hochwertiger Speise- und Vitalpilze in Bio-Qualität erhalten Sie unter www.vitalpilze-naturheilkraft.de

Resorption von Vitamin K

Das mit der Nahrung zugeführte fettlösliche Vitamin K wird durch aktiven Transport in die Mukosazellen (Zellen der Darmschleimhaut) des oberen Dünndarmabschnittes (Jejunum) aufgenommen. Beteiligt sind dabei auch Gallensäuren sowie das Enzym Pankreaslipase. Die Resorptionsquote liegt bei 20-70 %. Das von den Darmbakterien im unteren Dünndarm und Kolon synthetisierte Vitamin K2 wird durch passive Diffusion resorbiert. Allerdings ist die Gallensäurekonzentration in diesem Bereich so gering, dass die Resorption des gebildeten Vitamin K2 eine eher untergeordnete Rolle spielt.

Täglicher Bedarf an Vitamin K

Da nicht genau bekannt ist, wieviel Vitamin K von den Bakterien der Darmflora synthetisiert wird, basieren die Angaben über die tägliche Zufuhr an Vitamin K  auf Schätzungen. Gesunde Erwachsene haben demnach einen täglichen Bedarf an Vitamin K, der zwischen 65 und 80 µg liegt. Über einen erhöhten Bedarf an Vitamin K in Schwangerschaft und Stillzeit ist nichts bekannt.

Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr

Alter

Vitamin K

µg/Tag

m

w

Säuglinge
0 bis unter 4 Monate

4

4 bis unter 12 Monate

10

Kinder
1 bis unter 4 Jahre

15

4 bis unter 7 Jahre

20

7 bis unter 10 Jahre

30

10 bis unter 13 Jahre

40

13 bis unter 15 Jahre

50

Jugendliche und Erwachsene
15 bis unter 19 Jahre

70

60

19 bis unter 25 Jahre

70

60

25 bis unter 51 Jahre

70

60

51 bis unter 65 Jahre

80

65

65 Jahre und älter

80

65

Schwangere

60

Stillende

60

 

Vitamin K – Mangel

Ein ernährungsbedingter Vitamin K-Mangel kommt bei gesunden Personen nicht vor. In folgenden Fällen kann allerdings ein Vitamin K-Mangel hervorgerufen werden:

  • Darmerkrankungen mit Fettresorptionsstörungen
  • Parenterale Ernährung (ohne Substitution von Vitamin K)
  • Antibiotikatherapie (über einen längeren Zeitraum hinweg)
  • Voll gestillte Säuglinge (da Muttermilch nur wenig Vitamin K aufweist)

Ein Vitamin K-Mangel kann sich durch Blutungen in verschiedenen Organen und Geweben äußern. Eine Verlängerung der Blutgerinnungszeit ist ebenfalls möglich. Säuglinge (voll gestillt) sind insbesondere durch Hirnblutungen gefährdet. Aufgrund dessen wird hier in den ersten Lebenswochen die prophylaktische Gabe von Vitamin K empfohlen.

Diesen Artikel teilen
Pilze und Vitamin K Reviewed by on .

Pilze sind nicht nur wichtige Lieferanten für pflanzliches Eiweiß, Vitamin D und die verschiedenen B-Vitamine. Im Durchschnitt liefern 100 g Pilze etwa 194 µg Vitamin K. Was ist Vitamin K? Vitamin K gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und wurde 1929 vom dänischen Forscher Henrik Dam entdeckt. In der Natur unterscheidet man zwischen Vitamin K1

Visit Us On FacebookVisit Us On YoutubeVisit Us On InstagramVisit Us On PinterestVisit Us On Twitter