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Nachgefragt

Vitalpilze als Therapeutikum oder Prävention von Krankheiten

TCM-Therapeutin Britta Engert über Vitalpilze als Therapeutikum oder Prävention von Krankheiten

Frau Britta Engert vom Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin in Berlin beantwortet heute unsere Fragen zum Thema Vitalpilze.

Können Sie kurz umschreiben, wie Sie zur Mykotherapie gekommen sind und warum die Mykotherapie ein wichtiger Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin ist?

Das Studium der Chinesischen Medizin und ihre praktische Anwendung führte mich zur Kenntnis der Mykotherapie. Das Heilen mit Vitalpilzen ist eines der ältesten Heilverfahren. Ihr Ursprung ist in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwurzelt. Hier kamen Heilpilze schon vor Jahrtausenden als Therapeutikum und Prävention von Krankheiten zum Einsatz.

Wie verwenden Sie Vitalpilze in der täglichen Praxis?

Abhängig von der gestellten Diagnose variiert die Vitalpilzverschreibung. Für eine schnelle und effektive Behandlung ist die vorab erstellte passgenaue Diagnose von großer Bedeutung. Danach, wenn induziert,  kann es sowohl zur Verschreibung von Einzelpilzen, Mischungen verschiedener Vitalpilze, als auch zu Kombinationsverschreibungen aus Arzneimittelbestandteilen (Chinesischen Kräuterrezepturen) und Vitalpilzen kommen. Diese werden häufig als Extrakte in Kapseln dargereicht.

Abhängig von Diagnose und Art des Pilzes ist die Dosierung individuell unterschiedlich.

Bei welchen Krankheiten schlagen Sie Ihren Patienten eine Mykotherapie in der Behandlungsstrategie vor und welche Krankheiten lassen sich mit Vitalpilzen erfolgreich lindern oder sogar bekämpfen?

Vitalpilze haben einen großen Stellenwert in der Gesunderhaltung und vor allem zur begleitenden Genesung. Sie gelten als Nahrungsergänzungsmittel und haben keine bekannten Nebenwirkungen.

Schon F. Schmaus erkannte, dass „gegen fast jede Krankheit ein Pilz gewachsen“ ist.

Heilpilze finden ihre Anwendung in der Behandlung von Allergien, Magen-Darm-Erkrankungen und Wohlstanderkrankungen wie Diabetes, Gicht, Fettstoffwechselstörungen, Bluthochdruck und Herzkreislauferkrankungen.

Durch ihre zell-erneuernde Wirkung und die vielen verschiedenen wirksamen Substanzen (wie Triterpenoide, ganoderischen Säuren, Peptide (LZ-8) sowie Steroide (Ganosteron, Ergosterol), Proteine, Lipide und Phenole) kommen sie unterstützend in der Behandlung von Krebserkrankungen zum Einsatz. Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass Heilpilze, trotz ihrer nennenswerten Wirkung, keinesfalls Ersatz für eine fachkundige, medizinische Beratung und Behandlung sind. Erfahrungsgemäß führt jedoch die Kombination von schulmedizinischen- und naturheilkundlichen Verfahren, wie die der Mykotherapie, zu sehr guten Behandlungsresultaten.

Mit welchem Vitalpilz haben Sie, Frau Engert, bisher die meisten Krankheiten behandelt?

Es gibt eine Vielzahl von Vitalpilzen. Sich auf einen zu beschränken, würde das große Behandlungsspektrum unnötig einschränken. Denn so unterschiedlich die Beschwerdebilder sind, so zahlreich ist auch die Variation der Vitalpilzverschreibung. Durch die sehr verschiedenartigen Wirkungen der Vitalpilze ist die Anwendung abhängig von der diagnostizierten Erkrankung.

So wird der Vitalpilz Agaricus blazei Murrillus besonders bei Infektionen und allergischen Reaktionen verschrieben.

Blutzuckerwerte bei Diabetes, als auch Verdauungsbeschwerden können durch den Pilz Coprinus comatus verbessern werden.

Häufig findet auch der Cordyceps sinensis  seine Anwendung in der täglichen Praxis. Er gilt als Stimmungsaufheller und steigert zusätzlich die Libido und stärkt das Immunsystem.

Einige Pilze werden besonders zur Begleitung schulmedizinischer Verfahren verschrieben. Ein sehr effizient wirkender Pilz zur Verbesserung der Verträglichkeit der Chemo- und Strahlentherapie ist der Coriolus versicolor. Auch der Vitalpilz  Grifola frondosa (Maitake) gilt als Begleiter in der Behandlung von Brust-, Lungen-, Leber-, Bauchspeicheldrüsen- und Prostatakrebs und wird ansonsten häufig präventiv zur Gesunderhaltung verschrieben. Nicht zu vergessen auch der Lentinula edodes (Shii-take-Pilz). Durch seinen Inhaltsstoff Lentinan wirkt er unterstützend in der Behandlung von Tumorerkrankungen.

Manche Pilze, wie der Polyporus umbellatus, haben ähnliche Wirkung, wie das Antibiotikum und kommen bei entzündlichen Prozessen zum Einsatz.

Bei Erschöpfungszuständen und Schlafstörungen verschreibe ich,  in Kombination mit den Verfahrenstechniken der Chinesischen Medizin, den Pilz der Unsterblichkeit. Dieser ist auch unter dem Namen Ganoderma lucidum (Reishi/ Ling Zhi) geläufig.

Die hier aufgeführten Pilze sind nur ein Ausschnitt der in der Mykotherapie verwendeten Vitalpilze. Diese Auflistung zeigt lediglich ein Bruchteil des breiten Wirkspektrums.

Sehen sie die Vitalpilze als vorbeugende Gesundheitsprävention in der Integrativen Medizin als noch zu unbekannt an?

Ganz unbekannt ist die Wirkung der Vitalpilze nicht mehr. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegt die positiven therapeutischen und präventiven Effekte. Vitalpilze weisen eine Vielzahl an Wirkstoffen und ernährungsphysiologisch bedeutenden Substanzen auf, wie z.B. Polysaccharide und Antioxidanzien, die Abwehrkräfte stärken und den Zellschutz fördern. Gleichermaßen sind ihre wertvollen Vitalstoffe, Vitamine, Mineralien, Spurenelemente und Aminosäuren eine unschlagbare Gesundheitsprävention.

Vielen Dank für das Gespräch Frau Britta Engert

Kontakt

Zentrum für Traditionelle Chinesische und Integrative Medizin

Große Hamburger Str. 5-11
10115 Berlin

030 – 23 11 25 27

https://www.tcm24.de/

 

 

 

 

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