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Vitalstoffe

Essentielle Aminosäuren – Tryptophan

Wie Threonin, gehört Tryptophan zu den essentiellen Aminosäuren, welche für den menschlichen Organismus lebensnotwendig sind. (Bildnachweis: Pixabay)

Funktionen:

Wie alle essentiellen Aminosäuren, ist auch Tryptophan Bestandteil menschlicher Proteine. So findet es sich in der Muskulatur, aber auch in verschiedenen Enzymen. Enzyme sind Proteine, welche Stoffwechselreaktionen im Körper beschleunigen, ohne dabei selbst verbraucht zu werden.

Abgesehen davon ist Tryptophan Ausgangsstoff wichtiger Hormone und Vitamine. So stellt die Aminosäure beispielsweise die Vorstufe von Serotonin dar.

Vorstufe von Serotonin:

Tryptophan wird im menschlichen Körper durch das Enzym Tryptophan-Hydroxylase in 5-Hydroxy-L-Tryptophan (5-HTP) überführt. In einem weiteren Schritt erfolgt mit Hilfe des Enzyms 5-Hydroxy-Tryptophan-Decarboxylase die Umwandlung von 5-HTP zu Serotonin (5-Hydroxytryptamin).

Im menschlichen Körper fungiert Serotonin als Neurotransmitter und Gewebshormon. Zu finden ist Serotonin vorwiegend im zentralen Nervensystem (ZNS), Herz-Kreislaufsystem, Darmnervensystem und Blut.

Im ZNS hat Serotonin als Neurotransmitter (=Botenstoff) eine Reihe von Funktionen. Das auch als Glückshormon bezeichnete Serotonin beeinflusst hier vor allem Stimmung und Verhalten auf positive Weise.

Außerdem ist Serotonin bedeutsam für den Schlaf-Wach-Rhythmus. Serotonin (und damit auch Tryptophan) ist Vorstufe des Hormons Melatonin, welches den Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert.

Daneben hat Serotonin auch eine Wirkung auf das Herz-Kreislaufsystem. In seiner Funktion als Gewebshormon nimmt Serotonin Einfluss auf die Weitstellung der Blutgefäße der glatten Muskulatur. Welchen Effekt Serotonin dabei auslöst ist abhängig von der Art des Rezeptors, an den dieses Hormon bindet. In Lunge und Niere bewirkt Serotonin beispielsweise das Zusammenziehen der Blutgefäße, wohingegen es einen relaxierenden (=entspannenden) Einfluss auf die Blutgefäße der Skelettmuskulatur hat.

Weiterhin fördert Serotonin die Blutgerinnung sowie die Darmbewegung, dämpft das Hungergefühl, beeinflusst das Schmerzempfinden und ist an der Regulation der Körpertemperatur beteiligt.

Vorstufe von Niacin:

Tryptophan stellt ebenso die Vorstufe von Niacin (Vitamin B3) dar. In der Leber kann Tryptophan unter Beteiligung von Vitamin B6 in Nicotinamid-Adenin-Dinucleotid umgewandelt werden und auf diese Weise zur Vitamin B3-Versorgung beitragen.

Vorkommen:

Gute Quellen für die Aminosäure sind Milchprodukte, Nüsse, Kakaopulver, Hülsenfrüchte, Fleisch, Fisch sowie Vitalpilze und Speisepilze.

Bei den Vitalpilzen gilt insbesondere der Cordyceps sinensis als hervorragender Tryptophanlieferant. Unter den Speisepilzen zeichnet sich hingegen besonders der Steinpilz mit einem Gehalt von 2005 mg/ 100 g (getrockneter Pilz) aus.

Tryptophangehalt verschiedener getrockneter Speisepilze und Vitalpilze pro 100 g:

Pfifferling:                  510 mg

Champignon:              306 mg

Trüffel:                              49 mg

Steinpilz:                     2005 mg

Butterpilz:                   284 mg

Birkenpilz:                  164 mg

Rotkappe:                   322 mg

Shiitake:                      17 mg

Mangel:

Ein Tryptophanmangel kann z.B. Schlafstörungen, psychische Symptome wie Niedergeschlagenheit und Depressionen sowie Pellagrazur Folge haben. Pellagra ist eine Krankheit, welche bei gleichzeitigem Mangel von Niacin und Tryptophan auftritt.

Speisepilze und Vitalpilze sind außerdem wichtige Quellen der essentiellen Aminosäure Phenylalanin. Erfahren Sie demnächst, welche wichtigen Funktionen dieser Protein-Baustein besitzt, und welche Speispilze und Vitalpilze besonders viel Phenylalanin enthalten.

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Wie Threonin, gehört Tryptophan zu den essentiellen Aminosäuren, welche für den menschlichen Organismus lebensnotwendig sind. (Bildnachweis: Pixabay) Funktionen: Wie alle essentiellen Aminosäuren, ist auch Tryptophan Bestandteil menschlicher Proteine. So findet es sich in der Muskulatur, aber auch in verschiedenen Enzymen. Enzyme sind Proteine, welche Stoffwechselreaktionen im Körper beschleunigen, ohne dabei selbst verbraucht zu werden. Abgesehen

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