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Vitalstoffe

Pilze und die B-Vitamine – Thiamin

Vitamin Thiamin

Vitalpilze und Speisepilze sind ausgezeichnete Lieferanten für B-Vitamine. Neben Riboflavin, Niacin und Pantothensäure ist auch Thiamin in Speisepilzen sowie Vitalpilzen enthalten.

Was ist Thiamin?

Thiamin ist die wissenschaftliche Bezeichnung von Vitamin B1 und gehört wie alle B-Vitamine zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine. Früher wurde Vitamin B1 auch als „Aneurin“ bezeichnet, da ein Mangel dieses Vitamins erhebliche neurologische Ausfälle zur Folge haben kann. Vitamin B1 ist essentiell für alle Lebewesen, kann aber nur von Pilzen, Pflanzen und Bakterien gebildet werden.

Thiamin ist so gut wie in allen Organen zu finden. Herz, Leber, Niere, Gehirn und die Skelettmuskulatur sind besonders reich an Vitamin B1. Der Gesamtkörperbestand an Thiamin beträgt etwa 30 mg. Davon sind ca. 40 % in der Muskulatur zu finden. Vitamin B1 liegt in der Natur als freies Thiamin, oder in Form seiner Phosphatderivate (Thiaminmonophosphat, Thiamindiphosphat, Thiamintriphosphat) vor.

Funktionen

Die biologisch aktive Form von Vitamin B1 ist das sogenannte Thiamindiphosphat (=Thiaminpyrophosphat). Dieses fungiert im menschlichen Körper als Coenzym und ist in dieser Funktion bedeutsam für eine Reihe von Stoffwechselprozessen.

Vitamin B1 wird insbesondere benötigt für:

  • die Funktion des Nervensystems
  • den Abbau von Kohlenhydraten
  • die Bereitstellung von Energie v.a. für Muskeln, Herz und Gehirn
  • Abbau verzweigtkettiger Aminosäuren (Isoleucin, Valin und Leucin)
  • die Synthese von Kollagen

Vorkommen

Vitamin B1 findet sich insbesondere in den Randschichten aller Getreidearten. Hülsenfrüchte wie Linsen, Bohnen oder Erbsen stellen ebenfalls gute pflanzliche Thiaminlieferanten dar. Unter den tierischen Thiamin-Nahrungsquellen dominieren Schweinefleisch sowie einige Fischsorten wie z.B. Aal oder Scholle.

Der Anteil in Speisepilzen und Vitalpilzen ist im Vergleich zwar etwas geringer, dennoch ist diese Lebensmittelgruppe eine interessante Quelle für B-Vitamine.

Thiamingehalt ausgewählter Vitalpilze und Speisepilze pro 100g:

Vitalpilze und Speisepilze Vitamin B1-Gehalt in mg/100 g
Coriolus versicolor 0,07
Maitake 0,25
Agaricus blazei 0,26
Reishi 0,06
Shiitake 0,25
Austernseitling 0,17
Champignon 0,10
Pfifferling 0,02
Steinpilz 0,03

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Resorption

In Pflanzen liegt Thiamin meist in freier, nicht phosphorylierter Form vor. Tierische Lebensmittel enhalten hingegen ca. 80-85 % Thiamindiphosphat (biologisch aktive Form von Vitamin B1) und etwa 15-20 % Thiaminmonophosphat (TMP) und Thiamintriphosphat (TTP). Die Resorption von Vitamin B1 erfolgt jedoch immer in Form von sogenanntem freien Thiamin (Thiamin, das keine Phosphatgruppen enthält).

Das über die Nahrung zugeführte phosphorylierte Thiamin (Thiaminmonophosphat, Thiamin-diphosphat und Thiamintriphosphat) wird daher zunächst durch Phosphatasen der Dünndarmwand dephosphoryliert (= Abspalten der Phosphatgruppen durch Enzyme). Das auf diese Weise entstandene freie Thiamin wird hauptsächlich im oberen Teil des Dünndarms (Jejunum) resorbiert.

Die Aufnahme von Vitami B1 über den Darm erfolgt hauptsächlich über zwei spezifische Transportproteine (Thtr-1, Thtr-2), welche sich in der apikalen (= dem Darminneren zugewandten) Zellmembran befinden. Dieser Mechanismus ist energieabhängig.

Zu einem geringen Anteil wird Vitamin B1 auch durch passive Diffusion resorbiert. Passive Diffusion bedeutet, dass die Thiaminmoleküle die Zellmembran in Richtung eines Konzentrationsgefälles überwinden, ohne dass hierfür Energie benötigt wird.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Resorptionsquote abhängig von der zugeführten Thiamindosis ist. Bei physiolgischen Dosen liegt die Resorptionsquote bei nahezu 100 %. Pharmakologische Dosen hingegen führen zu einem Abfallen der Resorptionsquote auf ca. 25 %.

Orale Dosis:                resorbiert:

1 mg                           50 % (0,5 mg)

5 mg                           33 % (1,65 mg)

20 mg                         25 % (5 mg)

Bedarf und Mangel

Der Bedarf an Vitamin B1 ist eng mit dem Energieumsatz gekoppelt. Die Zufuhrempfehlungen für gesunde Erwachsene liegen im Bereich von 1,0-1,3 mg/Tag. In Schwangerschaft und Stillzeit sollte die Thiaminzufuhr nochmals um 0,4-0,6 mg/Tag erhöht werden. Chronischer Alkoholmissbrauch beeinträchtigt die Resorption und den Stoffwechsel von Thiamin. Der Bedarf ist bei Alkoholikern deutlich erhöht, weshalb diese häufig unter einem Thiaminmangel leiden. Thiamin ist nicht nur ein wasserlösliches Vitamin, sondern zugleich auch oxidationsempfindlich und hitzeanfällig. Beim Kochen kann es daher zu Thiaminverlusten von bis zu 30 % kommen.

Zufuhrempfehlungen

Alter                                             Thiamin

mg/Tag

                                                    m                    w

Säuglinge                                         

0 bis unter 4 Monate                         0,2

4 bis unter 12 Monate                       0,4

Kinder

1 bis unter 4 Jahre                             0,6

4 bis unter 7 Jahre                             0,8

7 bis unter 10 Jahre                           1,0

10 bis unter 13 Jahre             1,2                   1,0

13 bis unter 15 Jahre             1,4                   1,1

Jugendliche und Erwachsene

15 bis unter 19 Jahre             1,3                   1,0

19 bis unter 25 Jahre             1,3                   1,0

25 bis unter 51 Jahre             1,2                   1,0

51 bis unter 65 Jahre             1,1                   1,0

65 Jahre und älter                  1,0                   1,0

Schwangere

ab 4. Monat                                         1,2

Stillende                                            1,4

Die Symptome eines Mangels ergeben sich aus der biochemischen Bedeutung von Thiamin im Stoffwechsel. Folgende Beschwerden können durch einen Mangel hervorgerufen werden:

  • kardiovaskuläre Störungen mit mangelhafter Durchblutung, Ödeme, Herzinsuffizienz
  • Neurologische Störungen mit Krämpfen, Lähmungserscheinungen usw.

Die klassische Vitamin B1-Mangelerkrankung ist Beriberi. Diese kann sich in drei verschiedenen Ausprägungen äußern:

1. feuchte Form: gekennzeichnet durch Ödeme am ganzen Körper

2. trockene Form: Nervenläsionen überwiegen

3. infantile Form: Kohlenhydratintoleranz bei gestillten Kindern

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Vitalpilze und Speisepilze sind ausgezeichnete Lieferanten für B-Vitamine. Neben Riboflavin, Niacin und Pantothensäure ist auch Thiamin in Speisepilzen sowie Vitalpilzen enthalten. Was ist Thiamin? Thiamin ist die wissenschaftliche Bezeichnung von Vitamin B1 und gehört wie alle B-Vitamine zur Gruppe der wasserlöslichen Vitamine. Früher wurde Vitamin B1 auch als „Aneurin“ bezeichnet, da ein Mangel dieses Vitamins

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