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Vitalstoffe

Pilze und ihre Spurenelemente – Kupfer

Pilze enthalten das Spurenelement Kupfer.

Pilze sind nicht nur aufgrund ihres Geschmackes sehr begehrt, sondern auch aufgrund ihres besonderen Nährwertes. Sie sind kalorienarm, enthalten wertvolles Eiweiß, sekundäre Pflanzenstoffe, sowie vielerlei Vitamine und Mineralstoffe, wie z.B. Kupfer.

Was ist Kupfer?

Denkt man an Kupfer, dann bringt man dieses Metall meistens mit den kleinen rotbräunlichen Münzen im Portemonnaie in Verbindung. Der Name Kupfer (Cu) geht allerdings auf dessen Gewinnung in den Minen der Mittelmeerinsel Zypern zurück. Das lateinische Wort cuprum bedeutet soviel wie Erz aus Zypern.

Kupfer ist jedoch viel mehr als ein Schwermetall, das in der Industrie Verwendung findet. Es gehört zu den essentiellen Spurenelementen (zählen zu den Mineralstoffen), welche dem Körper täglich in ausreichenden Mengen zugeführt werden müssen, um die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen zu gewährleisten. Folglich sind sie in geringer Dosis für den menschlichen Körper lebensnotwendig.

Der Gesamtkörperbestand an diesem Spurenelement beträgt ca. 100 mg. Davon finden sich ca. 40 % im Skelett, etwa 24 % in der Muskulatur, sowie ca. 9 % in der Leber und ca. 6 % im Gehirn. Mit der Nahrung zugeführtes Kupfer wird größtenteils im Dünndarm durch passive Diffusion aufgenommen. In diesem Zusammenhang ist wichtig zu wissen, dass einige Inhaltsstoffe von Lebensmitteln die Kupferaufnahme hemmen oder fördern können. Einen positiven Einfluss auf die Aufnahme haben z.B. Aminosäuren und Oxalsäure. Der Mineralstoff Zink oder die sogenannten Phytate (= sekundäre Pflanzenstoffe, die in der Kleie von Getreide vorkommen) hingegen beeinträchtigen die optimale Kupferzufuhr.

Funktionen

Das Spurenelement übernimmt im Körper eine Vielzahl von Aufgaben:

  • Zentraler Bestandteil zahlreicher Enzyme (z.B. Cytochrom-C-Oxidase, Superoxiddismutase)
  • Beteiligung an der Bildung roter Blutkörperchen
  • Bildung des Farbpigments Melanin (Körper-Farbstoff in z.B. Haut und Haaren)
  • Kupfer ist Bestandteil eines Enzyms, welches am Aufbau des Bindegewebes beteiligt ist
  • Aufrechterhaltung der Nervenfunktion
  • Beteiligung an der zellvermittelten Immunabwehr

Vorkommen

Sowohl pflanzliche als auch tierische Lebensmittel sind gute Kupferlieferanten. Das Spurenelement Kupfer findet sich beispielsweise in Pilzen, Nüssen, Getreide, Kakao, Schokolade und in der Leber. In 75 g Pilzen ist im Durchschnitt 1 mg Kupfer enthalten.

Bedarf und Mangel

Ähnlich wie bei dem in Pilzen vorkommendem Mineralstoff Kalium, lässt sich ebenfalls der tägliche Bedarf auch für Kupfer nicht genau ermitteln. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt daher auch in diesem Fall „Schätzungen für eine angemessene Zufuhr“ an:

Schätzwerte für eine angemessene Zufuhr
Alter

Kupfer
mg/Tag

Säuglinge
0 bis unter 4 Monate

0,2–0,6

4 bis unter 12 Monate

0,6–0,7

Kinder
1 bis unter 4 Jahre

0,5–1,0

4 bis unter 7 Jahre

0,5–1,0

7 bis unter 10 Jahre

1,0–1,5

10 bis unter 15 Jahre

1,0–1,5

Jugendliche und Erwachsene

1,0–1,5

In der Regel zählt Kupfer derzeit nicht zu den problematischen Spurenelementen. Im Durchschnitt nehmen Erwachsene tatsächlich ca. 2 mg pro Tag auf.

Mangelerscheinungen treten in unseren Breiten daher eher sehr selten auf und werden vornehmlich durch extreme Bedingungen wie permanenten Durchfall, Resorptionsstörungen oder einseitige Diäten hervorgerufen.

Ein Kupfermangel kann sich demzufolge durch folgende Symptome äußern:

  • Blutarmut
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionen
  • Osteoporose
  • Verringerte Eisenaufnahme
  • Leberfunktionsstörungen
  • Pigmentstörungen

Kupferüberschuss

Überschüssiges Kupfer wird normalerweise mit der Gallenflüssigkeit wieder ausgeschieden. Bei der seltenen Kupferspeicherkrankheit Morbus Wilson ist aufgrund eines Gendefekts die Ausscheidung über die Galle beeinträchtigt. Es kommt daher in vielen Organen zu Kupferansammlungen (z.B. in Leber, Gehirn und Augen). Betroffene Personen leiden also häufig unter Störungen der Leberfunktion und neurologischen Symptomen.

 

 

 

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Pilze sind nicht nur aufgrund ihres Geschmackes sehr begehrt, sondern auch aufgrund ihres besonderen Nährwertes. Sie sind kalorienarm, enthalten wertvolles Eiweiß, sekundäre Pflanzenstoffe, sowie vielerlei Vitamine und Mineralstoffe, wie z.B. Kupfer. Was ist Kupfer? Denkt man an Kupfer, dann bringt man dieses Metall meistens mit den kleinen rotbräunlichen Münzen im Portemonnaie in Verbindung. Der Name

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