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Vitalstoffe

Pilze und ihre wertvollen Inhaltsstoffe – Vitamin D

Was ist Vitamin D?

Die Vitamin D-Familie, gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und besteht aus einer Reihe von biologischen Verbindungen, die auch als Calciferole bezeichnet werden. Die wichtigsten beiden Formen sind

  • das pflanzliche Vitamin D2, welches auch unter dem Namen Ergocalciferol bekannt ist
  • Vitamin D3 aus tierischen Lebensmitteln, das auch als Cholecalciferol oder Calciol bezeichnet wird

Vitamin D2 und Vitamin D3 besitzen außerdem die gleiche Vitaminaktivität und werden im menschlichen Körper unter mit Hilfe von Leber und Niere in die biologisch aktive Form Calcitriol (auch 1,25- Dihydroxycholecalciferol genannt) umgewandelt. Das auch als Vitamin D- Hormon bezeichnete Calcitriol, übernimmt im Körper eine Reihe bedeutsamer Funktionen.

Funktionen

  • Regulation des Calcium- und Phosphathaushaltes
  • Steuerung der Einlagerung von Calcium in die Knochen
  • Schutz vor Osteoporose nach der Menopause
  • Einfluss auf Zellwachstum  und Zelldifferenzierung der Haut
  • Hemmung der Zellproliferation bei verschiedenen Tumorzellen

Neuere Studien deuten zudem darauf hin, dass das Vitamin die Insulinausschüttung in der Bauchspeicheldrüse beeinflusst, sowie noch nicht vollständig geklärte Wirkungen auf das Immunsystem besitzt. Anzeichen gibt es zudem dafür, dass eine gute Versorgung das Risiko für Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie chronisch entzündliche Darmerkrankungen senken kann.

Vorkommen

Prinzipiell ist das Vitamin in der Nahrung nur sehr begrenzt vorhanden. Die wichtigste tierische Quelle stellt fetter Fisch dar. Die bedeutendste pflanzliche Nahrungsquelle sind hingegen Pilze. Diese enthalten neben Vitamin D2 nämlich vor allem dessen Vorstufe, das sogenannte Ergosterol (Provitamin D2). Dieses wird dann im Körper zu Vitamin D2 (Ergocalciferol) umgewandelt. Eine Trocknung der Pilze unter Sonnenlicht (UV-B) kann den Vitamin D2 Gehalt sogar noch deutlich erhöhen.

Folgende Lebensmittel enthalten besonders viel:

Lebensmittel

Vitamin D (µg/100)

Lachs              16,3
Steinpilze

3,1

Schmelzkäse (45 % Fett i. Tr.)

3,1

Hühnerei

2,9

Pfifferlinge

2,1

Champignons

1,9

Gouda

1,3

Butter

1,2

Vitamin D verfügt zudem über eine Besonderheit. Unter dem Einfluss von Sonnenlicht (UV-B-Licht) ist der menschliche Körper in der Lage, es in der Haut selbst zu synthetisieren (endogene Synthese).

Bedarf und Mangel

Erst kürzlich hat die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einen neuen Schätzwert für eine angemessene Zufuhr bei fehlender endogener Synthese herausgegeben. Nach Meinung der Wissenschaftler sollten Jugendliche und Erwachsene 20 µg pro Tag zu sich nehmen.

Neuste Statistiken belegen, dass in Deutschland etwa 60 % der Allgemeinbevölkerung eine unzureichende Versorgung mit Vitamin D aufweisen. Der Hauptgrund hierfür ist, dass Vitamin-D-reiche Lebensmittel wie fetter Fisch oder Pilze nicht regelmäßig genug verzehrt werden.

Zudem führt insbesondere in unseren Breiten eine mangelhafte Sonnenexposition dazu, dass die körpereigene Vitamin D-Synthese nur unzureichend stattfindet. Mit zunehmendem Alter nimmt die Syntheseleistung außerdem physiologisch bedingt ab. Denn Personen über 65 Jahren verfügen nur noch über 25 % der Syntheseleistung in der Haut im Vergleich zu unter Dreißigjährigen.

Ein Mangel hat zur Folge, dass der in der Nahrung enthaltene und essentielle Mineralstoff Calcium nur unzureichend vom Körper aufgenommen werden kann. Die Folge einer Unterversorgung mit Calcium ist eine zunehmende Demineralisierung des Skeletts.

Zu den wohl bekanntesten Mangelerscheinungen gehört die Rachitis beim Kind. Diese zeichnet sich insbesondere durch Knochenverformungen (v.a. Brustbein, Wirbelsäule und Schädel) aus. Beim Erwachsenen äußert sich ein Mangel an dem Vitamin hingegen durch die sogenannte Osteomalazie. Diese ist gekennzeichnet durch Knochenschmerzen, muskuläre Schwäche und in fortgeschrittenem Stadium auch durch Frakturen. Im Alter kann als Spätfolge eines Vitamin D – Mangels außerdem Osteoporose auftreten. Bemerkenswert ist hierbei, dass etwa 60 % der Menschen mit Osteoporose einen Mangel aufweisen

Versorgung bei Vegetariern

Vegetarisch und vegan lebende Menschen sind besonders anfällig für einen Mangel, da ihnen im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung nur eine begrenzte Auswahl Vitamin-D-reicher Lebensmittel zur Verfügung steht. Diese Menschen sollten daher zum einen darauf achten sich ausreichend in der Sonne zu bewegen und zum anderen besonders Vitamin-D-reiche pflanzliche Lebensmittel in ihre tägliche Ernährung einbauen. Hervorragend geeignet hierfür sind Pilzsorten wie zum Beispiel Steinpilze, Pfifferlinge und Champignons.

 

 

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Was ist Vitamin D? Die Vitamin D-Familie, gehört zur Gruppe der fettlöslichen Vitamine und besteht aus einer Reihe von biologischen Verbindungen, die auch als Calciferole bezeichnet werden. Die wichtigsten beiden Formen sind das pflanzliche Vitamin D2, welches auch unter dem Namen Ergocalciferol bekannt ist Vitamin D3 aus tierischen Lebensmitteln, das auch als Cholecalciferol oder Calciol

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