Frühling

Was ist der Earth Overshoot Day?

Der Earth Overshoot Day, oder auch Tag der Erderschöpfung ist der Tag an dem der Mensch aufgebraucht hat, was die Natur in einem Jahr an Ressourcen zur Verfügung stellt, oder nachbilden kann. Der genaue Tag berechnet sich aus der Biokapazität für betreffendes Land geteilt durch den ökologischen Fußabdruck des zu berechnenden Landes x 365. Der globale Earth Overshoot Day fiel im letzten Jahr auf den 29. Juli – das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir, vorausgesetzt wir wirtschaften genau so weiter, eigentlich 1,7 Erden mit samt ihren Ressourcen benötigen, damit sich diese jährlich nachbilden können. Neben dem weltweiten Tag der Erderschöpfung, wird auch für jedes einzelne Land ausgewertet, wann dieses der Natur mehr genommen hat, als sie bis Ende des Jahres zur Verfügung stellen kann ohne dauerhaft geschädigt zu sein. Für Deutschland war das in diesem Jahr 2022 bereits nach etwas über 4 Monaten am 04. Mai der Fall. Das ist nur ein gutes Drittel des Jahres. Die anderen zwei Drittel lebt und wirtschaftet Deutschland auf Kosten der Erde. Natürlich „gleichen“ andere Länder, die weniger industrialisiert sind, das etwas „aus“, sodass der globale Tag des Overshoots im Vergleich zu einzelnen Ländern wie Deutschland etwas nach hinten rückt. Dennoch steht Deutschland auch im Vergleich zu anderen Industrienationen nicht besonders gut da. Im Ranking der einzelnen Länder aus 2020 ist Deutschland zwar hinter Qatar, aber noch vor China. Lediglich Kirgisistan wirtschaftete umweltbewusst: ihr Erderschöpfungstag war erst am 26. Dezember. Es muss also etwas passieren in Deutschland und der Welt – für die Welt. Der globale Trend, der den Tag der Erderschöpfung seit Jahren immer weiter vorrücken lässt, muss dringend aufgehalten werden. Dabei geht es nicht darum, weniger zu wirtschaften, sondern nachhaltiger.

Wie kommt der Tag der Erderschöpfung zu Stande?

Dazu dass Deutschland schon Anfang Mai alle Ressourcen aufgebraucht hat, trägt einiges bei. Es zählen hierzu vor allem der hohe Energieverbrauch aus nicht-erneuerbaren Energien und der landesweit hohe CO2-Ausstoß. Wir verschmutzen die Luft mit Inlandsflügen, vollen Autobahnen und Fabrikdämpfen. Die Böden leiden unter zu viel Gülle-Düngung und reagieren mit viel zu hohen Nitratwerten – übrigens auch stellenweise schon in unserem Grund- und damit Trinkwasser. Einen riesigen Anteil an all dem trägt (nicht nur) hierzulande die Massentierhaltung. Die Nutztiere ernähren sich nicht mehr wie einst von saftigen und insektenfreundlichen Kräuter- und Wildblumenwiesen, sondern menschengemacht und aus praktischen Gründen von Soja. Aus Monokulturen, denn viele Tiere benötigen viel Futter. Die Ausscheidungen ergeben Gülle, die die Felder düngt und die Böden langfristig versalzen lässt. Der Transport der Tiere zum Schlachthof, sowie der Weitertransport des Fleisches in die Supermärkte verbraucht deutlich mehr, als der von pflanzlichen Lebensmitteln. Die Tiere werden nicht selten ins Ausland transportiert, um deren Fleisch dann wieder zu re-importieren. Sie benötigen für eine Kalorie, die aus ihnen gewonnen wird, ein vielfaches mehr an Kalorien, die sie vorher selbst essen. Genau diese (in dem Fall pflanzlichen) Kalorien, kann der Mensch auch direkt essen, ohne den Umweg Fleisch – und so eine Menge zur Verschiebung des Tages des Erderschöpfung beitragen. Pilze haben beispielsweise ebenfalls einen sehr hohen Eiweißgehalt und ein sehr hochwertiges Nährstoffprofil. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralien und besitzen nebenbei einen geringen Fett- und Salzgehalt, was sie zu einer echten Lebensmittelalternative zu Fleisch macht.

Wie kann ich den Earth Overshoot Day positiv beeinflussen?

Nicht nur der Konsum von Fleisch ist problematisch – auch wer weiter gerne Schnitzel und Steak essen möchte, kann etwas tun, denn jeder Schritt zählt. Statt des Autos das Rad benutzen oder zu Fuß gehen, Sharing von Dingen die selten im Einsatz sind: Bohrmaschinen und Rasenmäher zum Beispiel brauchen nicht alle Haushalte in der Nachbarschaft. Durch weniger Produktion werden hier auch Ressourcen gespart. Second Hand ergibt vor allem bei Kinderklamotten Sinn, aber Fast-Fashion können auch Erwachsene gut vermeiden. Beim Wocheneinkauf den Jutebeutel vollpacken statt eines Plastiktütenkaufs und Obst und Gemüse in Netzen mitnehmen, statt der kleinen Tüten, die dort nach wie vor aushängen und nicht selten direkt nach dem Einkauf im Müll landen. Lebensmittel regional und saisonal kaufen. Erdbeeren im Winter gehen auf Kosten der Umwelt (in Spanien wird auf Grund der Plantagen schon das Grundwasser knapp!) Bio Steinpilze getrocknet – und schmecken im Sommer aus Deutschland zudem besser. Wer sich tiefer einlesen möchte, dem empfehlen wir von Herzen das Global Footprint Network. Die Organisation hat #movethedate ins Leben gerufen und stellt unter diesem Motto viele eindrückliche Schaubilder, Studien und Tabellen zur Verfügung aus denen sich leicht noch viele weitere Tipps ableiten lassen, wie jede:r einzelne von uns mit kleinen Tricks dazu beitragen kann, den Tag der Erderschöpfung nach hinten zu verlagern – bis er hoffentlich irgendwann gar nicht mehr existiert, weil wir es schaffen, so zu wirtschaften, dass wir der Erde nichtmehr innerhalb eines Jahres mehr nehmen, als sie in der Lage ist an Ressourcen nachzubilden.

#movethedate mit Pilze Wohlrab

Es gibt vielfältige Möglichkeiten der Erde zu helfen etwas „aufzuatmen“. Die Tipps und Tricks, die wir hier genannt haben, sind nur ein kleiner Ausschnitt und mit Sicherheit passt nicht jeder Tipp zu jeder Lebensweise. Allen von uns fällt etwas anderes leichter, aber wenn wir zusammenhelfen und anpacken, können wir einiges bewegen. Wir von Pilze Wohlrab möchten für eine enkelfreundliche Zukunft sorgen – als Familienbetrieb liegt uns das besonders am Herzen. Deswegen haben wir uns von Beginn an Gedanken darüber gemacht, wie wir als Firma möglichst naturnah und umweltfreundlich handeln. Wir fokussieren uns daher in unserem gesamten Sortiment auf BIO-Produkte, die aus nachhaltigem Anbau stammen. Menschen, Natur und Umwelt sollen durch unsere Produkte nicht zu Schaden kommen. Unser Verpackungsmaterial ist soweit möglich recyclebar. Wir vertreiben ausschließlich reine Naturprodukte und beziehen die Energie, die wir als Firma benötigen aus sauberer Quelle von Lichtblick. Für den Versand unserer BIO zertifizierten Produkte haben wir uns für die DHL Group entschieden und unterstützen somit deren Klimaschutzprojekte im Rahmen von GoGreen.

Pilze als kleiner, leckerer Schritt in die richtige Richtung

Pilze sind gesund. Das ist ernährungsphysiologisch völlig unstrittig. Sie haben ein Nährstoffprofil mit dem sie nicht nur für gesunde Vitamine und Mineralstoffe für den menschlichen Körper sorgen, sondern eignen sich mit diesem sogar als Fleischersatz, was sie doppelt wertvoll macht: Für Mensch und Umwelt und nicht zuletzt natürlich auch für die Tiere. Ihr Kaloriengehalt ist relativ gering, sie haben kaum Fett, während sie einen hohen Eiweißgehalt aufweisen können. Mikronährstoffe wie nahezu der gesamte Vitamin-B Komplex und verschiedene Mineralstoffe runden die Liste der Inhaltsstoffe bei geringem Salzgehalt ab. Auch für die Umwelt sind Trockenpilze durchaus „gesund“ und bieten viele Vorteile: Durch die Trocknung sind sie zum einen immer saisonal, denn einmal getrocknet halten sie nahezu ewig. Bio TrockenpilzeGeerntet werden sie so zu ihrer besten Zeit in voller Reife, ohne dass wie bei Erdbeeren außerhalb ihrer Saison viel Umweltmanipulation stattfinden muss. Getrocknet schrumpfen die Pilze bei vollem Geschmack auf nur noch 1/10tel ihres Gewichts und ihrer Masse zusammen. Das spart Transportkosten, Platz und damit CO2.

Ihr Einsatz in der Küche ist so lecker wie vielfältig! Man gießt die Trockenpilze lediglich mit kochendem Wasser auf und erhält so ein Produkt, das einem frischen Pilz der weiterverarbeitet wird in nichts nachsteht. All unsere BIO-Trockenpilze finden sich im guten sortierten Bio-Fachhandel und im firmeneigenen Online-Shop.

Zahlreiche Ideen für Rezepte haben wir auf unserem Blog, sowohl für die gehobene Küche, als auch fürs schnelle Mittagessen. Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren und in der gesamten #movethedate – Bewegung. Packen wir’s an!

Mein Studium im Ernährungsmanagement und der Diätetik geht genau in die Richtung, die ich auch privat verfolge: "Lieber vorsorgen und dem Körper die Chance geben, gesund zu bleiben, als hinterher zu heilen." Die Mikronährstofftherapie ist das, was mich schon in der Uni sehr fasziniert und auch beruflich darf ich in diesem Bereich in die spezielle Welt der Vitalpilze eintauchen.