Vitalpilze Blog

Immer wieder hört man wie wichtig Eiweiß für eine ausgewogene Ernährung ist und dass sich Pilze vor allem durch ihr hochwertiges Eiweiß auszeichnen. Doch was steckt hinter diesen Aussagen? Und warum ist Eiweiß so bedeutsam?

Eiweiß – Was ist das eigentlich?

Allgemeines

Eiweiß, welches in der Fachsprache als Protein bezeichnet wird, ist ein lebensnotwendiger Nährstoff, der dem Körper im Regelfall nur über die Nahrung zugeführt wird.

Chemisch gesehen handelt es sich bei Eiweißen bzw. Proteinen um Makromoleküle, die aus Aminosäuren aufgebaut sind. Es sind 20 Aminosäuren bekannt, die unterschiedlich kombiniert eine Vielzahl von Proteinen bilden können. Von diesen 20 Aminosäuren sind bei Erwachsenen 8 essentiell, d. h. sie können vom Körper nicht selbst gebildet werden und müssen deshalb über die Nahrung zugeführt werden.

Wo kommt Eiweiß vor?

1. In der Nahrung:

Nach der Herkunft unterscheidet man tierisches und pflanzliches Eiweiß. Tierisches Protein findet sich vorwiegend in Fleisch, Fisch, Ei sowie Milch und Milchprodukten. Quellen pflanzlichen Eiweißes sind vor allem Pilze, Hülsenfrüchte, Getreide und Kartoffeln.

2. Im menschlichen Körper:

Egal ob Muskulatur, Haut oder Haare, alle Bestandteile des Körpers enthalten Protein.  Der Gesamtbestand Eiweiß eines Erwachsenen beträgt dabei ca. 15-17 %. Etwa die Hälfte davon befindet sich in der Skelettmuskulatur.

Welche Funktion hat das Nahrungseiweiß im Körper?

Mit der Nahrung aufgenommenes Eiweiß wird im Darm in seine Bestandteile, die Aminosäuren zerlegt. Diese werden dann zum Aufbau von körpereigenen Eiweißstoffen benötigt.

Die immense Bedeutung von Eiweiß wird ersichtlich, wenn man sich vor Augen führt, welch vielfältige Aufgaben dieser außergewöhnliche Nährstoff im Körper übernimmt. Eiweiße übernehmen biologische Funktionen als:

  • Enzyme (Biokatalysatoren) und Hormone (z.B. Insulin, Parathormon u.a.)
  • Transportproteine des Blutplasmas (Hämoglobin, Transferrin, Hormon- und vitaminbindende Proteine usw.)
  • Gerüst- und Strukturproteine (z.B. Kollagen, Kerratin)
  • Sauerstoff-Speicher im Muskel (Myoglobin)
  • Signalstoffe
  • Bestandteile des Immunsystems (z.B. Antikörper, Komplementfaktoren)
  • Bestandteile des Gerinnungsystems (Blutgerinnungsfaktoren)
  • Puffersubstanzen bei der Regulation des Säure-Basen-Haushalts
  • Speicherproteine (z.B. Ferritin für Eisen)

Wie erwähnt dient Protein, welches mit der Nahrung aufgenommen wird, hauptsächlich dem Aufbau körpereigener Proteine. Als Energielieferant (4,1 kcal bzw. 17 kJ pro Gramm Eiweiß)  wird es eher begrenzt eingesetzt und nur herangezogen, wenn überschüssiges Eiweiß vorhanden ist oder nicht ausreichend Energie in Form von Kohlenhydraten und Fetten zugeführt wurde.

Tierisch oder pflanzlich?

Häufig wird die Frage gestellt, ob tierisches oder pflanzliches Eiweiß zu bevorzugen ist. Diese Frage ist jedoch nicht pauschal zu beantworten. Generell ist es so, dass tierisches Eiweiß dem körpereigenen ähnlicher ist und folglich auch leichter in dieses umgebaut werden kann. Nichtsdestotrotz bieten auch pflanzliche Eiweißlieferanten wie z.B. Pilze entscheidende Vorteile. Im Normalfall enthalten Sie im Gegensatz zu tierischen Lieferanten weniger Fett und Purine.

Optimal ist daher eine Ernährungsweise bei der tierische und pflanzliche Proteine miteinander kombiniert werden. Empfehlenswert sind im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung 2/3 pflanzliches und 1/3 tierisches Eiweiß.

Wieviel Eiweiß benötigen wir?

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt für gesunde Erwachsene eine Eiweißzufuhr von 0,8 g/kg Körpergewicht. Ein 75 kg schwerer Mann benötigt somit ca. 60 g pro Tag. Sportler, Schwangere und Stillende haben einen noch höheren Eiweißbedarf.

Haben Vegetarier Eiweißmangel?

Vegetarier sind Menschen, die aus verschiedensten Gründen, bewusst auf Fleisch und Fisch verzichten. Bei einigen Formen des Vegetarismus wird zudem auch der Verzehr von tierischen Produkten wie Milch und Eier vermieden. Dies bedeutet zugleich, dass mehrere Eiweißquellen auf einmal wegfallen.

Doch ein daraus resultierender Eiweißmangel muss nicht sein. Wer bei seiner vegetarischen Ernährungsweise auf eine ausreichende Versorgung mit Proteinen achtet, muss sich darum keine Sorgen machen.

Insbesondere Pilze gelten hierbei als idealer Fleischersatz. Zum einen aufgrund ihres zum Teil fleischähnlichen Geschmackes sowie ihrer bissfesten Konsistenz. Zum anderen – was in diesem Fall von noch größerer Bedeutung ist – durch ihren hohen Eiweißgehalt. Dieser ist (bis auf wenige Ausnahmen) höher als bei Gemüse. Fast alle Pilze enthalten zudem die so lebenswichtigen essentiellen Aminosäuren. Gleichzeitig zeichnen sich Pilze, neben ihrem hohen Proteinanteil, durch ihren äußerst geringen Fett- und Kaloriengehalt aus. Dies macht sie für den Menschen zu idealen Eiweißlieferanten.

produkt_kat_link

Avatar
Autor

Mit Pilzen groß geworden, war mir nicht immer klar, dass mich mein Weg mal in den Familienbetrieb führt - nicht erzwungen und ein wenig unvorbereitet wagte ich dann jedoch den Schritt in den elterlichen Betrieb. Eine Entscheidung, die ich nicht bereue!