Vitalpilze Blog

Wie sind wir aktuell mit Vitamin D versorgt?

Laut nationaler Verzehrsstudie II erreichen 82% der Männer und 91% der Frauen die Empfehlung für den Tagesbedarf an Vitamin D nicht. Besonders betroffen sind Senioren, aber auch junge Erwachsene und verschleierte Frauen. Auch bei Säuglingen konnte ein Mangel in den letzten Jahren beobachtet werden, bedingt durch die Ablehnung der Vitamin D Prophylaxe durch die Eltern. In Deutschland wird in industriell gefertigter Säuglingsmilch standardisiert Vitamin D hinzugefügt; und das nicht zu knapp: 400 Internationale Einheiten (I.E.) sind in einer Tagesration für den Säugling enthalten. Zudem wird von Kinderärzten häufig empfohlen, noch einmal die gleiche Menge in Tablettenform als Nahrungsergänzungsmittel zu geben. Damit bekommen schon Säuglinge oft 800 I.E. Vitamin D täglich.

Bedarfsdeckung – bin ich mangelversorgt?

Der Bedarf für Erwachsene wird von Ernährungsmedizinern, die sich mit der Prävention, also der Vorsorge von Krankheiten beschäftigen auf 2000 – 4000 I.E. festgelegt. Die European Food Safety Academy gibt einen „Tolerable Upper Intake“, also eine Menge die man einnehmen kann, ohne ein Risiko einzugehen, von 4000 I.E. pro Tag heraus. Apotheker und Vorsitzender der Akademie für Mikronährstoffmedizin Uwe Gröber hat in seinem Buch „Mikronährstoffberatung“ eine mögliche Formel zum optimalen Ausgleich von zu wenig Sonnenlicht im Herbst und Winter publiziert: 40 – 60 I.E. pro Kilo Körpergewicht pro Tag. Den Vitamin D Spiegel sollte man regelmäßig beim Hausarzt gegenchecken lassen: als optimal versorgt gilt man nach einheitlicher Meinung führender Ernährungsmediziner mit einem Blutserumspiegel von 25(OH)D2 von 75 – 150 nmol/l bzw. 30 – 60 ng/ml.

Wozu benötige ich Vitamin D?

Wir wissen, dass die Versorgungssituation in Deutschland sehr schlecht ist und können jetzt unseren möglichen persönlichen Bedarf berechnen. Aber wozu benötigen wir das Sonnenvitamin denn überhaupt? Vitamin D ist ein echter Alleskönner. Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass Vitamin D viele verschiedene Krankheitssymptome lindern und sogar einige Krankheiten am Ausbruch hindern könnte, es wirkt dann also sozusagen vorbeugend. Besonders die immunmodulierende Wirkung kommt uns zu Gute: Vitamin D wirke dadurch nämlich entzündungshemmend, sagen Experten. Das bedeutet die Zellen des Immunsystems, die Entzündungsprozesse fördern, werden unterdrückt und die, die sich darum kümmern, dass schnell wieder alles in Ordnung ist, werden unterstützt. Das erklärt auch den vielfältigen Nutzen des Vitamins und zeigt, warum es uns auf so vielen Ebenen helfen könnte. Entzündungen sind bei sehr vielen Erkrankungen Teil des Problems: von Schnupfen über Allergien und Asthma bis hin zu Rheuma und – wie der Name schon verrät – den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis Ulcerosa.

Vorbeugen ist besser als heilen

Unser Körper ist oft etlichen Umwelteinflüssen ausgesetzt. Lärm, verschmutzte Luft durch Autos, Stress, schlechte Ernährung. Mit diesen Einflüssen muss er oft monatelang klarkommen und bekommt als Ausgleich gerade mal zwei Wochen relaxen im Strandurlaub pro Jahr, wenn es gut läuft. In denen erholt er sich dann auch nicht wirklich, sondern wird oft genau dann krank: wenn der Stress nämlich nachlässt. Weil unser Leben nun mal geprägt ist vom Alltag in dem wir uns befinden, unserer Arbeit, unserer Wohnung, die eventuell an der lauten Straße liegt, hektischem Fast Food Essen in 30 Minuten Mittagspause, sollten wir dem Körper nicht nur im Urlaub einen Ausgleich schaffen. Vielmehr sollten wir nach Möglichkeiten suchen, ihn so zu unterstützen, dass er nicht auf Dauer krank wird. Dazu zählt unter anderem die Versorgung mit allen Nährstoffen, die er benötigt, darunter auch Vitamin D.

Denn optimale Bedingungen schaffen und Krankheiten damit vorzubeugen, ist immer besser als sie erst im Nachhinein zu heilen.