Vitalpilze Blog

Pilze zeichnen sich nicht nur durch ihren hohen Anteil an pflanzlichem Eiweiß aus, sondern sind gleichzeitig auch eine interessante Mineralstoffquelle. Besonders hervorzuheben ist dabei ihr Kaliumgehalt. Im Durchschnitt enthalten 100 g frische Pilze bereits 25 % des minimalen Tagesbedarfs eines Erwachsenen. Doch warum ist Kalium für den Menschen so wichtig?

Was ist Kalium?

Kalium ist ein lebenswichtiges, positiv geladenes Ion, welches Bestandteil aller Körperzellen ist. Die Plasmakonzentration von Kalium (Konzentration im Blutplasma) beträgt bei gesunden Personen 3,5-5 mmol/l.

Im Körper stellt es den Gegenspieler zu Natrium dar. Im Gegensatz zu Natrium, welches sich vor allem außerhalb der Zelle befindet, ist Kalium das wichtigste intrazelluläre Ion (140 mmol/l). Für die Regulation physiologischer Prozesse ist ein ausgewogenes Verhältnis dieser beiden Mineralstoffe besonders wichtig. Eine übermäßige Natriumzufuhr erhöht die Kaliumausscheidung. Umgekehrt beeinflusst auch die Kaliumzufuhr die Ausscheidung von Natrium über die Niere.

Aufgaben

Kalium übernimmt im Körper insbesondere folgende Aufgaben:

  • Regulation des Wasserhaushaltes
  • Regulation des Blutdrucks
  • Beteiligung an Eiweißsynthese und Kohlenhydratstoffwechsel
  • Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichtes
  • Aufrechterhaltung der neuromuskulären Erregbarkeit
  • Steuerung der Muskelkontraktionen

Vorkommen

Kalium findet man vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln wie:

  • Getreide (z.B. Roggen, Weizen)
  • Gemüse (z.B. Spinat, Mangold. Feldsalat, Bohnen)
  • Früchte (z.B. Bananen, Aprikosen, Feigen, Pfirsiche, Trauben)
  • Pilze

Kaliumgehalte verschiedener Pilzsorten:

PilzsorteKalium (mg/100g)
Champignons frisch422
Champignons getrocknet4985
Champignons gegart305
Pfifferlinge frisch507
Pfifferling getrocknet4485
Steinpilze frisch341
Steinpilze getrocknet2177
Shiitake frisch120
Shiitake getrocknet574
Morchel frisch390
Morchel getrocknet2920

 

Auch Fleisch und Fisch enthalten den Mineralstoff. Häufig jedoch in geringeren Mengen als pflanzliche Lebensmittel.

Wichtig zu wissen ist, dass bei der Zubereitung der Lebensmittel viel Kalium via Wasch- und Kochwasser verloren gehen kann.

Bedarf und Mangel

Für Kalium sowie für viele andere Nährstoffe, lässt sich nicht immer ein exakter Bedarf festlegen, denn meist ist dieser abhängig von einer Reihe von Einflüssen. Ist dies der Fall werden für den Mindestbedarf Schätzwerte angegeben:

Schätzwerte für eine minimale Zufuhr

Alter

Kalium
(mg/Tag)

Säuglinge
0 bis unter 4 Monate

400

4 bis unter 12 Monate

650

Kinder
1 bis unter 4 Jahre

1000

4 bis unter 7 Jahre

1400

7 bis unter 10 Jahre

1600

10 bis unter 13 Jahre

1700

13 bis unter 15 Jahre

1900

Jugendliche und Erwachsene

 2000

In Deutschland wird der Kaliumbedarf in der Regel problemlos über die tägliche Ernährung gedeckt, da es in fast allen Lebensmitteln vorhanden ist.

Durchfall, Erbrechen, Diuretika (harntreibende Medikamente) oder Laxantien (Abführmittel) können allerdings zu extremen Kaliumverlusten führen. Zugleich können auch Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Leukämien eine Hypokaliämie (Erniedrigung der Kaliumkonzentrationen im Plasma oder Serum unter 3,5 mmol/l) nach sich ziehen. Interessant ist auch, dass ein exzessiver Konsum von Lakritze Kaliumverluste auslösen kann.

Ein Kaliummangel kann zu einer Reihe von Störungen im Körper führen, wie zum Beispiel:

  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Kreislaufbeschwerden
  • Muskelschwäche
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Autor

Mit Pilzen groß geworden, war mir nicht immer klar, dass mich mein Weg mal in den Familienbetrieb führt - nicht erzwungen und ein wenig unvorbereitet wagte ich dann jedoch den Schritt in den elterlichen Betrieb. Eine Entscheidung, die ich nicht bereue!